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Offene Jugendarbeit

Die verschiedenen Angebote der Offenen Jugendarbeit haben das Ziel, Jugendliche und Kinder bei der Entwicklung ihrer Lebensperspektiven zu unterstützen und ihnen beratend in ihrer jeweiligen Lebenssituation zur Seite zu stehen. Kernpunkt  der Entwicklung  aller Angebote sind die Individualität und Einzigartigkeit  eines jeden Jugendlichen und Kindes auf dem Weg zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

Hier geht es direkt zu den Angeboten der offenen Jugendarbeit.

Streetwork

Streetwork gibt es in der Stadt Werne seit dem Jahr 2000. Das Projekt entstand als erstes Kooperationsmodell der Stadt Werne und der JUGENDHILFE Werne und gilt mittlerweile als Erfolgsmodell. Die erfolgreiche Arbeit kann nun durch die Mitarbeit einer weiteren Kollegin ausgeweitet werden.

Zum 1.6.2009 wurde das Angebot Streetwork mit einer halben Stelle (20 Std.) aufgestockt. Streetworker Michael Knäpper bekam Verstärkung durch Melina Klute, die, neben der alltäglichen Arbeit, ihren Fokus vor allem auf Mädchen und junge Frauen richtet. Zur Zeit besteht eine Mädchengruppe, die sich wöchentlich trifft und gemeinsame  Aktionen unternimmt. Zudem finden niedrigschwellige Beratungsangebote und Gespräche statt. Die JUGENDHILFE Werne beteiligt sich als freier Träger der Jugendhilfe in der Stadt Werne an der Weiterentwicklung von Jugendhilfeangeboten in Kooperation mit anderen öffentlichen oder freien Anbietern. Diese Vorgehensweise steht im Einklang mit den Prämissen des 8. Jugendberichtes, der mit den Schlagworten Regionalisierung und Vernetzung den Schwerpunkt auf die Lebensweltorientierung für die beteiligten Hilfeempfänger setzt. Die JUGENDHILFE Werne übernimmt somit Verantwortung für das direkte Umfeld und die dort vorhandenen Probleme. Dies bedeutet insbesondere, die vorhandenen Erfahrungen und das Fachwissen einzubringen und bei der Weiterentwicklung von Hilfsangeboten mitzuwirken. Straßen-Sozialarbeit praktiziert in Werne regelmäßig aufsuchende Arbeit in den Stadtteilen bzw. in der Innenstadt. Im Rahmen von Streetwork werden junge Menschen an ihren Treffpunkten aufgesucht und der Kontakt mit ihnen angebahnt. Ziele sind das bekannt machen von Streetwork als potenzielle Unterstützungsinstanz und die Entwicklung von Vertrauen in Personen und Institutionen.

 

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Mit der Einstellung des Streetworkers Michael Knäpper begann eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Werne und der JUGENDHILFE Werne im Bereich der offenen Jugendarbeit. Das Angebot ist vielfältig und von Seiten der Stadt werden viele Angebote für Jugendliche in Werne und Stockum unterstützt und gefördert. Auf den nächsten Seiten finden Sie einen kurzen Überblick über diese Aktivitäten.

Streetwork dient dem Kennenlernen der Lebenswelten der Zielgruppen, der aktiven Kontaktaufnahme, den Kontakt halten, dem Aufbau einer tragfähigen Beziehung und der Vertrauensbildung. Die StreetworkerInnen verstehen sich als Gäste in der Lebenswelt der jungen Menschen und bieten qualitativ eine andere Begegnungsmöglichkeit in Bezug auf Regelsetzung und Machtverhältnisse. Die Zielgruppen bestimmen eigenverantwortlich, mit welchem Tempo sie Kontakt und Beziehung aufbauen und Angebote in Anspruch nehmen wollen. Im Rahmen von Beratungs- und Unterstützungsangeboten einzelner junger Menschen realisiert Streetwork einen alltagsorientierten und lebensweltbezogenen Jugendberatungsansatz. Die Beratung soll ihnen ermöglichen, der eigenen Lebenssituation bewusst zu werden, Wünsche und Ziele herauszufinden, um festzustellen, welche persönlichen Ressourcen vorhanden sind. Beratung bedeutet im Kontext der Arbeit sowohl kurzfristige Hilfestellung in besonderen Problemfällen, wie auch längerfristige Unterstützung über einen bestimmten Zeitraum in dem diese Hilfe benötigt wird. Neben individuellen Hilfen bietet Streetwork Werne auch gruppenbezogene Hilfen durch Information, Beratung und Begleitung an. Cliquen- und Gruppenangebote sind ein wichtiges Instrument der Vertrauensbildung und  orientieren sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Zielgruppen. Darauf reagiert Streetwork mit regelmäßigen Angeboten und spontanen Aktivitäten entsprechend der Bedarfslagen.

Jugendzentrum Rapunzel

Seit Beginn des Jahres erstrahlt das Jugendzentrum Rapunzel im neuen Glanz. Mit den Jugendlichen wurde viel Arbeit in die Neugestaltung der Teestube, als auch des Bandraumes gesteckt. Arbeit, die sich lohnend

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auszahlt, denn auch bei den monatlich stattfinden Konzerten am Wochenende mit jeweils ca 200 Besuchern, bleibt die freundliche Atmosphäre erhalten. Neben den täglich stattfindenden offenen Angeboten und verschiedenen Kursen, werden die unterschiedlichen Aktionen, wie z.B. Fahrt zum Halloween-Spezial im Movie Park Bottrop, Bowlen, aber auch die Ferienaktionen immer wieder als Highlights erlebt.

Jugendtreff Paradise

tl_files/jugendhilfe/jugendhilfe/leistungen/jugendarbeit/Paradis.JPGDer Jugendtreff Paradise liegt im Stadtteil Werne-Stockum. Neben den täglich stattfindenden offenen Angeboten für Schulkinder, Jugendliche und junge Erwachsene, haben in diesem Jahr die Kinderdiscos hervorragenden Anklang gefunden. Die mit Themen gestaltete Disco (u.a. Karneval, Ostern, Hawaii, Nikolaus) bereitete jedesmal ca 100 Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren großen Spaß. Der neu angeschaffte Airhockeytisch wird dagegen vor allem von den älteren Besuchern täglich stark umlagert.

Jugendtreff Phönix

tl_files/jugendhilfe/jugendhilfe/leistungen/jugendarbeit/Phoenix.JPGSeit Beginn des Jahres ist die Jugendhilfe Werne Träger des Jugendtreffs Phönix. Das im Holtkamp liegende Phönix  hat dreimal in der Woche von 18 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Zielgruppe des Jugendtreffs sind gleichermaßen Mädchen und Jungen ab der 5. Klasse, sowie junge Erwachsene bis zu einem Alter von 27 Jahren, unabhängig ihrer kulturellen Herkunft und mit entsprechend unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen.

Jugend Projekt Werne (JPW)

Das JPW versteht sich als Initiative zur Betreuung, Beratung und Unterstützung von bis zu zwölf ausgewählten Jugendlichen ab 14 Jahren. Das Jugendamt der Stadt Werne die Jugendhilfe Werne und das LWL Heilpädagogische Kinderheim Hamm, in Werne vertreten durch das Sozialpädagogische Zentrum (SPZ), arbeiten in enger Kooperation zusammen. Die inhaltliche Ausrichtung fokussiert als Ziel die Bereiche der schulischen und beruflichen Entwicklung durch soziale Integration. Highlight in diesem Jahr war vor allem die Gruppenfahrt ins Jugendcamp nach Grömitz. Zur Finanzierung reinigte die gesamte Gruppe an einem Wochenende einen Sportplatz und kratzte das Unkraut von der Tribüne. Neben intensivem Beziehungsaufbau, standen in Grömitz vor allem erlebnispädagogische Elemente im Vordergrund, so dass die einzelnen Jugendlichen auch am Jahresende noch fasziniert von der nächtlichen Waldwanderung erzählen.

Übermittagsbetreuungen

in den weiterführenden Schulen Viele Eltern, die ihr Kind oder auch mehrere Kinder im Kindergarten und dem Offenen Ganztag in der Grundschule gut betreut wissen, wünschen sich beim Übergang in die weiterführenden Schulen, dass ihre Kinder weiterhin betreut und zusätzlich gefördert werden. Die Jugendhilfe Werne konnte im Jahr 2009 zusammen mit dem Schulamt und den beteiligten Schulen Ideen entwickeln und diese auch umsetzen (Hauptschule Am Windmühlenberg zum 1.2.2009, Konrad Adenauer Realschule zum 1.8.2009). Wir danken an dieser Stelle insbesondere dem Schulleiter der Hauptschule Am Windmühlenberg und der Schulleiterin Konrad Adenauer Realschule für ihre entschlossene Unterstützung. An beiden Schulen wurde eine Übermittagsbetreuung eingerichtet, die jeweils für 25 SchülerInnen einen Platz bereitstellen kann. Neben einem gemeinsamen warmen Mittagessen und einer Hausaufgabenbetreuung gibt es an der Hauptschule an zwei Nachmittagen und an der Realschule montags bis freitags Raum und Zeit für Arbeitsgemeinschaften, Projekte, Kultur, Bildung und Tagesangebote aber auch einfach mal betreutes Spielen.

Schulsozialarbeit an der Hauptschule Am Windmühlenberg

An der Hauptschule Am Windmühlenberg betreut ein Diplom Sozialarbeiter im Rahmen seiner Tätigkeit ca. 400 SchülerInnen. Durch die Schulsozialarbeit wird dazu beigetragen, den „Lebensraum Schule“ so zu gestalten, dass Kinder und Jugendliche sich besser wiederfinden und mit ihm identifizieren.

Schulsozialarbeit an der Konrad-Adenauer-Realschule

Seit dem 1. Oktober 2010 ist an der Konrad-Adenauer-Realschule die Schulsozialarbeit mit einer halben Stelle von Anika Cisewski besetzt worden. Egal mit welchen Problemstellungen Schüler sich konfrontiert sehen, ob sie diese nicht allein lösen können oder wollen, oder ob sie das Bedürfnis haben, sich einfach mal richtig „auszuquatschen“ – in all diesen Situationen stellt die Schulsozialarbeiterin eine Anlaufstelle dar, um sich auch über die Lehrkräfte hinaus Hilfe und Unterstützung zu holen.

Kinder - Jugend - Ferienprogramm in Werne

Durch unsere Aktivitäten im Bereich der Offenen Ganztagsgrundschule und der Jugendarbeit hat sich in den letzten Jahren eine intensive Zusammenarbeit beim jährlichen Kinder- und Jugendferienprogramm der Stadt Werne ergeben. Dieses Jahr war es besonders toll – Wernutopia, die Mini-Stadt für Kinder war etwas, was wir uns schon lange gewünscht hatten. In Zusammenarbeit mit vielen fleißigen Helfern wurde sie dieses Jahr unter der Federführung der Stadt Werne Wirklichkeit.

Ferienprogramm

KiJuFe 09

KiJuFe

tl_files/jugendhilfe/jugendhilfe/leistungen/jugendarbeit/jugendarbeit5.jpgDas KiJuFe Werne bot Kindern, Jugendlichen und jungen Familien in den Sommerferien ein buntes und  abwechslungsreiches Programm. Verschiedenste Kooperationspartner beteiligen sich an dieser Gestaltung. Auch die Jugendhilfe Werne ist mit ihren verschieden Angeboten dabei.

Als offenes Angebot fuhr das Spielmobil „Rappelkiste“ in den ersten drei Wochen verschiedene Spielplätze in Werne an und bot Kindern und jungen Familien abwechslungsreiche Spielangebote. Das Streetworkteam unternahm mit jungen Familien Ausflüge, z.B. in den Maxipark Hamm. Ein umfassendes Angebot wurde Jugendlichen im Alter ab 12 Jahren geboten. Das Jugendheim Paradise, das Jugendzentrum Rapunzel und der Jugendtreff Phönix organisierten in der Zeit vom 01.07. bis 07.08.2009 eine  Sportwoche, eine Mädchenwoche, Offene Treffs, Ausflüge, ein Pokerturnier, sowie den Start mit einer „Schools Out  Disco“ für alle Jugendlichen in unterschiedlichen Gruppengrößen.

Wernutopia

Wernutopia

Die Kinderstadt in Werne

Wernutopia ist eine Stadt in Werne, in der Kinder alles machen dürfen/müssen, was sonst nur Erwachsene tun: sich beim Einwohnermeldeamt anmelden, beim Arbeitsamt einen Job suchen, „Arbeiten gehen“, Bankgeschäfte erledigen, einkaufen gehen, Sport treiben, Ausflüge unternehmen und so weiter!

Wernutopia fand in den ersten drei Wochen der Sommerferien zum ersten Mal statt. Aufgebaut am Jugendzentrum Rapunzel, Lünenerstr. 6, in Werne, wurden jede Woche 150 Kinder im Alter von 6 Jahren bis 12 Jahren integrativ betreut. In Kooperation mit der Stadt Werne, Abteilung Jugend, Familie und Bildung, der JUGENDHILFE Werne, den Offenen Ganztagsgrundschulen Wienbrede und Wiehagen, dem FreizeitIntegrativemTreff, und der Radioinitiative 90 entstand eine bunte und lebhafte Stadt aus Zelten, Hütten und dem Rapunzel. 27 Betreuer standen den Kindern täglich mit Rat und Tat zur Seite. Im Vorfeld konnten sich die Kinder für jeweils eine Woche anmelden und bekamen einen Wernutopia-Pass ausgestellt. Mit diesem ging es täglich um 10 Uhr los. Begrüßt, gesungen und getanzt wurde zu dem „Fliegerlied“. Mit dem Pass meldeten sich die Kinder beim Einwohnermeldeamt, gingen zum Arbeitsamt und suchten sich dort einen Job aus. Zur Auswahl standen hier: die Bäckerei „Nimmersatt“,

das Wellnesscenter, die Zeitung, das Radio, der Kreativladen, das Tanzstudio, das Elterncafe, die Schreinerei, das Reisebüro, die Führerscheinstelle, die Gärtnerei, die Bank, die Post, der Frisör, die Arztpraxis, das Sportcenter oder der Stadtrat. Mindestens 45 Min. wurde eifrig gearbeitet, um 2 Funny Money zu verdienen. Diese konnten auf ein Sparkonto bei der Bank eingezahlt oder bei einem der Angebote wieder ausgegeben werden. Das warme Mittagessen unterbrach die Arbeitszeit für ca 1 Std. Regelmäßig fanden um 15 Uhr Bürgerversammlungen statt, in der die Wernutopianer ihre Anliegen, Wünsche vorbringen konnten oder die neusten Gesetze und Vereinbarungen des Stadtrates erfuhren. Hier wurde auch der wöchentliche, von den Kindern in einem Blitz-Wahlkampf gewählte, BürgermeisterIn vorgestellt. Von 15:30 bis 16 Uhr konnten die Kinder abgeholt werden. Jeden Mittwoch fand ein Betriebsausflug statt. Jeweils 50 Kinder fuhren mit 4 Betreuern entweder in den Maxipark nach Hamm, Mondo Mio im Westfalenpark Dortmund oder in das Freilichtmuseum Hagen.

Am letzten Tag fand ein großes Abschiedsfest statt, dass unter dem Fazit stand:

„Tschüss - bis zu Wernutopia 2010“!
Danke für drei tolle Wochen!

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